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		<title>Top-Platzierung</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 22:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[fotografiert]]></category>

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Zu den Errungenschaften der Postmoderne und ihrer Koketterie mit dem Medium an sich zählt dann wohl auch, dass ich mich seit drei Tagen frage ob dieses Werbebanner des neuen Lokalsenders nun unglücklich oder absichtlich dort angebracht wurde.
Wäre hier eine Webseite angegeben, läge die Antwort natürlich auf der Hand. Hieße der Sender HIT FM, auch.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_6834.jpg" rel="lightbox"><img src="http://kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_6834_med.jpg" alt="" title="IMG_6834_med" width="400" height="358" class="aligncenter size-full wp-image-654" /></a></p>
<p>Zu den Errungenschaften der Postmoderne und ihrer Koketterie mit dem Medium an sich zählt dann wohl auch, dass ich mich seit drei Tagen frage ob dieses Werbebanner des neuen Lokalsenders nun unglücklich oder absichtlich dort angebracht wurde.<br />
Wäre hier eine Webseite angegeben, läge die Antwort natürlich auf der Hand. Hieße der Sender HIT FM, auch.</p>
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		<title>Die merkwürdigen Grenzen Groß- und Vorstädter</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 20:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Graphen]]></category>

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*die überhaupt einzige, aber nicht nur deswegen beste Beschwerde war: &#8220;&#8230;dann redet wenigstens nicht so einen Quatsch daher.&#8221;
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<p>*die überhaupt einzige, aber nicht nur deswegen beste Beschwerde war: &#8220;&#8230;dann redet wenigstens nicht so einen Quatsch daher.&#8221;</p>
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		<title>Vorsätze für das neue Jahr</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 23:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Graphen]]></category>

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einen meiner Vorsätze von 2009 annullieren
dem Wunsch einiger Stammleser nachkommen (nicht wieder täglich und ausschließlich, aber regelmäßig)


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<li>einen meiner Vorsätze von 2009 annullieren</li>
<li>dem Wunsch einiger Stammleser nachkommen (nicht wieder täglich und ausschließlich, aber regelmäßig)</li>
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<p><a href="http://kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/01/jokelaughter.jpg" rel="lightbox"><img src="http://kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/01/jokelaughter_med.jpg" alt="" title="jokelaughter_med" width="400" height="314" class="aligncenter size-full wp-image-641" /></a></p>
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		<title>Spaßgesellschaft (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 23:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spaßgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines Tages beschloss dann unsere Kleinstadt einen Skatepark an den südlichen Waldrand zu stellen, wir waren damals 14 oder 15 Jahre, also kurz bevor das vorzeigbar war, weswegen das auch &#8216;ne grandiose Angelegenheit war, so mit einer richtig stabilen Halfpipe und weiter hinten ein paar Boxen aus Beton und metallverstärkte Kanten, die hatten sich mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages beschloss dann unsere Kleinstadt einen Skatepark an den südlichen Waldrand zu stellen, wir waren damals 14 oder 15 Jahre, also kurz bevor das vorzeigbar war, weswegen das auch &#8216;ne grandiose Angelegenheit war, so mit einer richtig stabilen Halfpipe und weiter hinten ein paar Boxen aus Beton und metallverstärkte Kanten, die hatten sich mal richtig was dabei gedacht. In den Sommerferien nahmen wir das Ding fast täglich in Beschlag, im Takt der übersteuerten Bässe aus Bernhards Ghettoblaster schnalzten wir die Bretter über den glatten, schwarzen Asphalt bis mir abends die Handgelenke schmerzten, trotz der Schoner. Zwischendurch, wenn die Sonne richtig auf Hochtouren war, hockten wir uns auf die Halfpipe und aßen was, anfangs noch Toastbrot, aber der Schweiß aus unseren Händen durchweichte das furchtbar schnell, ganz egal wie oft wir uns die Finger an den T Shirts abwischten, die natürlich eh klitschnass waren vom ganzen Üben und so, und so wechselten wir schnell zum festeren Dunkelbrot. Und zu eben so einer Pause, wir pafften gerade unsere Zigaretten, da kam dieser Typ das erste Mal, sein grauer Pferdeschwanz von einem dreckigen Haargummi zusammengehalten und beige Sandalen mit Schweißfüßen drin, ungelogen die stanken bis zu uns hoch, so ein süßlicher Muff. Direkt quäckte er los, was für Faulpelze wir doch wären, er in unserem Alter war protestieren, Häuser besetzen und die da oben aufrütteln, während wir uns jetzt von denen mit Spielplätzen stummkriegen lassen, da wäre ja wohl schon alles verloren.<span id="more-597"></span> Die Keiferei dauerte keine Minute, weswegen wir uns zunächst nichts dabei dachten, aber das ganze wiederholte sich in der Woche noch ein paar mal und wurde immer abstruser, wir mit unseren HJ-Frisuren hatten am Ende nicht nur für den Hunger in Afrika und den Jugoslawienkrieg zu verschulden, sondern bekamen auch den sauren Regen und das Waldsterben auf die schlaksigen Schultern geladen, ganz zu schweigen vom Ozonloch, das wir wohl gerne weiter aufreißen würden, um unsere unsolidarischen Plautzen noch stärker zu bräunen. Der Kerl ging uns nach einer Weile unglaublich auf den Sack, schließlich hatten wir Ferien und so einen Dummsülz konnten wir da ja echt nicht gebrauchen, wir beschlossen, ihm mal heimlich zu folgen um uns an seiner Wohnungstür oder im Garten etwas anti aufführten, mal schauen wie ihm das gefiel. Mein Vater aber meinte, weil der irgendwie auch einfach alles mitbekam, wir sollen uns mal noch zurückhalten, alten Hunden bringe man nun mal keine neuen Tricks mehr bei, und zwei Tage später präsentierte er uns Abends eine Metalltafel, die ihm ein Freund angefertigt hatte. Darauf standen in Großbuchstaben etliche so halbseidene Verbote, wie HIER NICHT ESSEN, NICHT RUMMÜLLEN, KEINE LAUTE MUSIK, NICHT RAUCHEN (ich sag’s ja, der merkte alles) und NICHT RUMLUNGERN und rechts unten ins Eck hatte er noch DIE STADTREGIERUNG schreiben lassen. Das Schild nietete er mit uns an die Halfpipe und tags darauf, als die Nervensäge wieder ansandalt kam, da bemerkte er tatsächlich sofort die Plakette. Er ruckelte an seiner Nickelbrille und zog dazu die Oberlippe hoch, was wohl dabei half das Ding zu lesen oder was weiß ich, und wir gaben ihm erst mal etwas Zeit, lehnten uns derweil unbekümmert mit den Rücken an die raue Holzabsperrung der Rampe und kauten unsere Brotzeit als wäre nichts. Markus setzte dann dem ganzen noch die Krone auf, er warf sein Brot achtlos hinter sich auf den Platz, schnappte sich eine Zigarette und fragte mal laut, was denn so anläge. Schließlich sah der Typ auch wieder zu uns hoch und wir waren gespannt was da jetzt kommen würde. Und dann fing der doch tatsächlich das Grinsen an, übers ganze Gesicht, ich hätte mein Brett drin parken können, quer. Wir warteten weiter, aber er drehte sich dann einfach so um und verschwand und das war dann auch überhaupt das letzte, was ich je von ihm sah, ein grauer Pferdeschwanz, der wie ein abgespultes Jo-Jo nur noch leicht auf und ab hüpfte. Im Laufe des Sommers bemerkten wir dann aber noch ein paar Mal die Spaziergänger lächeln, wenn einer von uns sich da oben sonnte und dabei die Beine lässig über das Schild baumeln ließ, und auch deshalb schworen wir uns nur so schnell wie möglich später von hier wegzuziehen.</p>
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		<title>Doch noch ein wenig Jahresrückblick</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 18:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschrieben]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich heute morgen feststellte, hat sich Österreich bereits auf das Unwort des Jahres 2009 geeinigt und es lautet Analogkäse. Dieses Produkt, das sich in erster Linie auf Tiefkühlkost findet, besitzt nämlich keine Milch- sondern eine Pflanzenölbasis, kennt Almkühe also bestenfalls von den Verpackungen im Nachbarregal und dürfe somit unter keinen Umständen auch nur in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich heute morgen feststellte, hat sich Österreich bereits auf das Unwort des Jahres 2009 geeinigt und es lautet <em>Analogkäse</em>. Dieses Produkt, das sich in erster Linie auf Tiefkühlkost findet, besitzt nämlich keine Milch- sondern eine Pflanzenölbasis, kennt Almkühe also bestenfalls von den Verpackungen im Nachbarregal und dürfe somit unter keinen Umständen auch nur in die Nähe eines Naturprodukts gerückt werden. Nun ließe sich natürlich einwenden, dass Analogkäse aufgrund seiner Konsistenz keineswegs gesundheitsschädlich ist, und ja wohl auch niemand seine Wohnungsbesucher ungefragt davor warnt, dass der dargebotenen Sessel nur einen Kunstlederbezug hat, aber wo die Kapitalismuskritik am Werke ist sollte die Linguistik sich lieber zurückhalten, am Ende müssten sonst noch die Hälfte aller jemals verliehenen Literaturpreise zurückgegeben werden und damit wäre schließlich auch niemandem gedient.<br />
<span id="more-575"></span><br />
Statt also Analogkäse vom Unwortsiegel zu befreien, möchte ich es lieber direkt als Jugendwort des nächsten Jahres nominieren. Ich stelle mir die Geburt ungefähr so vor: Samstag Nacht in einem beliebigen Mittelstandsvororthobbykeller. Auf dem Teppich schlängeln sich LAN-Kabel voller illegaler Bits an Kartoffelchipsresten vorbei in diverse PCs, deren Bildschirme auf T-Shirts mit Aufschriften wie &#8220;Scheine kann man wiederholen, Partys nicht&#8221; und &#8220;iRule&#8221; strahlen. So gegen fünf Uhr, weiter oben wird es allmählich hell, surft einer der Übernächtigten aus Langeweile die Netzwerkrubrik von Spiegel Online an. Der oberste Artikel informiert ihn über ein neues Gesetz, das die Bits in den Kabeln noch etwas illegaler macht. Darunter klären ihn 15 Kommentare über die Möglichkeiten auf, dieses Gesetz zu umgehen. Kopfschüttelnd über die Politiker, die in ihrer Unkenntnis des Internets diesen Beschluss in höchsten Tönen als wichtigen Schritt nach vorne feiern, murmelt er daraufhin in sein Teamspeak: &#8220;Die geben wieder einen Analogkäse von sich&#8221;, und ein paar Foreneinträge später ist Analogkäse der Inbegriff des kollektiven Naserümpfens der digital Nativen über die digitalen Naivlinge.</p>
<p>Natürlich entbehrt bereits das Ausgangsszenario heutzutage jeglicher Massenrealität, qualifiziert sich aber gerade deshalb als ernstzunehmender Kandidat bei einer Jury, die <em>Gammelfleischparty</em> für Jugendslang und <em>notleidende Banken</em> für ein Wort hält. Sollen sie ruhig mal machen. Wer eine Zeit für <em>post</em>modern hält, in der Windows kein Produkt sondern eine Schlüsselqualifikation ist, dem sehe ich solchen Analogkäse gönnerhaft nach.</p>
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