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	<title>Kaalokagathie &#187; Spaßgesellschaft</title>
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		<title>Buch 2: Noch eine Vorstellung</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 21:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[31 Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Spaßgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Man muss es zwar nicht laut anstimmen, das vielbesungene Lied vom Ende der Welt, aber es doch leise mitsummen, wenn man dieses Buch auspackt: &#8220;The sun and the moon&#8221; erzählt von einer riesigen Zeitungsente, die vor 150 Jahren durch New York tobte, wie es seitdem nur noch King Kong, Godzilla und dem Marshmallow-Man erlaubt wurden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_6859.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.kaalokagathie.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_68595-150x150.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Man muss es zwar nicht laut anstimmen, das vielbesungene Lied vom Ende der Welt, aber es doch leise mitsummen, wenn man dieses Buch auspackt: &#8220;The sun and the moon&#8221; erzählt von einer riesigen Zeitungsente, die vor 150 Jahren durch New York tobte, wie es seitdem nur noch King Kong, Godzilla und dem Marshmallow-Man erlaubt wurden. Um Fabelwesen ging es auch dort: Einhörner, aufrecht gehende Biber und eine Horde Batmänner, die auf dem Mond lebten und sich Dank modernster Teleskoptechnologie erstmals dem menschlichen Auge entblößten. Nun lässt sich freilich der vom vielseits anerkennenden Nicken begleitete Weg einschlagen, der diese Artikelserie als den Beginn des unseriösen Journalismus beschreibt, dem Auflagenzahlen durch einen verängstigten Mob wichtiger als Fakten sind. Allerdings bietet sich daneben, fast völlig verwachsen, ein Zweiter: Auf ihm findet sich die Idee, dass auch im Springer Verlagshaus noch ein Redakteur sitzt, dessen Augenzwinkern wir bei seinen Erzählungen von schwarzen Löchern aus dem LHC ebenso übersehen wie seinerzeit halb New York. Oder ist das noch fantastischer als Einhörner auf dem Mond?</p>
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		<title>Spaßgesellschaft (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 23:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spaßgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines Tages beschloss dann unsere Kleinstadt einen Skatepark an den südlichen Waldrand zu stellen, wir waren damals 14 oder 15 Jahre, also kurz bevor das vorzeigbar war, weswegen das auch &#8216;ne grandiose Angelegenheit war, so mit einer richtig stabilen Halfpipe und weiter hinten ein paar Boxen aus Beton und metallverstärkte Kanten, die hatten sich mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages beschloss dann unsere Kleinstadt einen Skatepark an den südlichen Waldrand zu stellen, wir waren damals 14 oder 15 Jahre, also kurz bevor das vorzeigbar war, weswegen das auch &#8216;ne grandiose Angelegenheit war, so mit einer richtig stabilen Halfpipe und weiter hinten ein paar Boxen aus Beton und metallverstärkte Kanten, die hatten sich mal richtig was dabei gedacht. In den Sommerferien nahmen wir das Ding fast täglich in Beschlag, im Takt der übersteuerten Bässe aus Bernhards Ghettoblaster schnalzten wir die Bretter über den glatten, schwarzen Asphalt bis mir abends die Handgelenke schmerzten, trotz der Schoner. Zwischendurch, wenn die Sonne richtig auf Hochtouren war, hockten wir uns auf die Halfpipe und aßen was, anfangs noch Toastbrot, aber der Schweiß aus unseren Händen durchweichte das furchtbar schnell, ganz egal wie oft wir uns die Finger an den T Shirts abwischten, die natürlich eh klitschnass waren vom ganzen Üben und so, und so wechselten wir schnell zum festeren Dunkelbrot. Und zu eben so einer Pause, wir pafften gerade unsere Zigaretten, da kam dieser Typ das erste Mal, sein grauer Pferdeschwanz von einem dreckigen Haargummi zusammengehalten und beige Sandalen mit Schweißfüßen drin, ungelogen die stanken bis zu uns hoch, so ein süßlicher Muff. Direkt quäckte er los, was für Faulpelze wir doch wären, er in unserem Alter war protestieren, Häuser besetzen und die da oben aufrütteln, während wir uns jetzt von denen mit Spielplätzen stummkriegen lassen, da wäre ja wohl schon alles verloren.<span id="more-597"></span> Die Keiferei dauerte keine Minute, weswegen wir uns zunächst nichts dabei dachten, aber das ganze wiederholte sich in der Woche noch ein paar mal und wurde immer abstruser, wir mit unseren HJ-Frisuren hatten am Ende nicht nur für den Hunger in Afrika und den Jugoslawienkrieg zu verschulden, sondern bekamen auch den sauren Regen und das Waldsterben auf die schlaksigen Schultern geladen, ganz zu schweigen vom Ozonloch, das wir wohl gerne weiter aufreißen würden, um unsere unsolidarischen Plautzen noch stärker zu bräunen. Der Kerl ging uns nach einer Weile unglaublich auf den Sack, schließlich hatten wir Ferien und so einen Dummsülz konnten wir da ja echt nicht gebrauchen, wir beschlossen, ihm mal heimlich zu folgen um uns an seiner Wohnungstür oder im Garten etwas anti aufführten, mal schauen wie ihm das gefiel. Mein Vater aber meinte, weil der irgendwie auch einfach alles mitbekam, wir sollen uns mal noch zurückhalten, alten Hunden bringe man nun mal keine neuen Tricks mehr bei, und zwei Tage später präsentierte er uns Abends eine Metalltafel, die ihm ein Freund angefertigt hatte. Darauf standen in Großbuchstaben etliche so halbseidene Verbote, wie HIER NICHT ESSEN, NICHT RUMMÜLLEN, KEINE LAUTE MUSIK, NICHT RAUCHEN (ich sag’s ja, der merkte alles) und NICHT RUMLUNGERN und rechts unten ins Eck hatte er noch DIE STADTREGIERUNG schreiben lassen. Das Schild nietete er mit uns an die Halfpipe und tags darauf, als die Nervensäge wieder ansandalt kam, da bemerkte er tatsächlich sofort die Plakette. Er ruckelte an seiner Nickelbrille und zog dazu die Oberlippe hoch, was wohl dabei half das Ding zu lesen oder was weiß ich, und wir gaben ihm erst mal etwas Zeit, lehnten uns derweil unbekümmert mit den Rücken an die raue Holzabsperrung der Rampe und kauten unsere Brotzeit als wäre nichts. Markus setzte dann dem ganzen noch die Krone auf, er warf sein Brot achtlos hinter sich auf den Platz, schnappte sich eine Zigarette und fragte mal laut, was denn so anläge. Schließlich sah der Typ auch wieder zu uns hoch und wir waren gespannt was da jetzt kommen würde. Und dann fing der doch tatsächlich das Grinsen an, übers ganze Gesicht, ich hätte mein Brett drin parken können, quer. Wir warteten weiter, aber er drehte sich dann einfach so um und verschwand und das war dann auch überhaupt das letzte, was ich je von ihm sah, ein grauer Pferdeschwanz, der wie ein abgespultes Jo-Jo nur noch leicht auf und ab hüpfte. Im Laufe des Sommers bemerkten wir dann aber noch ein paar Mal die Spaziergänger lächeln, wenn einer von uns sich da oben sonnte und dabei die Beine lässig über das Schild baumeln ließ, und auch deshalb schworen wir uns nur so schnell wie möglich später von hier wegzuziehen.</p>
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		<title>Spaßgesellschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 11:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spaßgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zu Beginn der Vorstellung verließen die Ersten den Saal. Sie verstanden nicht, wie jemand diesen Unsinn da vorne ernst genug nehmen konnte, um Gefallen daran zu haben. Die Zurückgebliebenen hatten für die Flüchtlinge nur ein Schulterzucken übrig. Sie verstanden nicht, wie jemand diesen Unsinn da vorne ernst genug nehmen konnte, um keinen Gefallen daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Times New Roman;">Gleich zu Beginn der Vorstellung verließen die Ersten den Saal. Sie verstanden nicht, wie jemand diesen Unsinn da vorne ernst genug nehmen konnte, um Gefallen daran zu haben. Die Zurückgebliebenen hatten für die Flüchtlinge nur ein Schulterzucken übrig. Sie verstanden nicht, wie jemand diesen Unsinn da vorne ernst genug nehmen konnte, um keinen Gefallen daran zu haben.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Times New Roman; min-height: 16.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Times New Roman;">Beim Herausgehen kaufte noch jeder eine CD des Künstlers, von der die Hälfte des Geldes einer wohltätigen Stiftung zugute kam. So waren schließlich alle der Meinung, etwas Vernünftiges getan zu haben. Und das ist schließlich die Hauptsache.</p>
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