Patholinguistische Problemstellung
Wenn man drei Monate nach einem Umzug schließlich mit den Nachbarn ins Gespräch kommt die über einem wohnen,
und sich so gut versteht, dass sie einen direkt in ihre Wohnung einladen,
wenn man dort auf dem Wohnzimmertisch die Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen liegen sieht,
und fragt ob sie diese denn geliefert bekommen, da man die FAZ selber abonniert, aber seit dem Einzug keine Sonntagsausgabe mehr erhalten hat,
wenn man die Antwort, die haben sie gekauft natürlich glaubt, auch da man ja schon mal ein Wochenende verreist war,
und am Montag noch die Samstagsausgabe im Hausflur vorgefunden hat,
wenn man dann aber am nächsten Sonntag vor die Tür geht,
und einen das erste Mal die Sonntagsausgabe ungelesen erwartet,
welches Adjektiv setzt man am Besten vor diesen Zufall,
wenn man jemandem davon erzählt?
Ich wäre für “bizarr”.
Ich, werter Herr Kaal, bin für
superkalifragilistischexpialigetisch.
Herzlich
Ihr Schoss
Hm, bei bizarr ist doch jeder enttäuscht, wenn danach nix sexuelles kommt, und bis ich superkalifragilistischexpialigetisch richtig ausgesprochen hab, hört mir niemand mehr zu.
“Türen öffnen, Lesen” hier einfach mal anders herum :-D
Ich als pathologische Linguistin bin überfragt, empfehle aber die Anschaffung eines Umpalumpas zur Einholung der Sonntagszeitung, um Sonntagsmorgens nicht im Pyjama selber den Hausflur betreten zu müssen.
Huhn. Oder ist das kein Adjektiv?