Waldspaziergang
February 26th, 2009 § 0
Halt die Klappe
February 25th, 2009 § 0
Seit Sonntag verbringe ich meine Rechnerfreizeit vor allem damit, mir eine Folge nach den anderen von Halt die Klappe (Warnung: Ton direkt nach dem Klick!) anzuschauen, auf die mich MC Winkel brachte und für die ich erstmals den “Alle holen”-Knopf in meinem iTunes benutzte. Die Macher bezeichnen es als Impro-Comedy was ich tragisch finde, denn mein letzter Wunsch an alles deutsche Comedy ist bitte, einfach abzutreten statt sich weiterzuentwickeln, damit mich meine Kinder später mal für diese Comedians auslachen können, die zu dieser Zeit so angesagt waren (auch gerne zusammen mit ihren Großeltern).
Ich will diesen Videocasts keine Adjektive wie witzig, frech, neu, unterhaltsam und anders umzuhängen. Streckenweise ist er das zwar alles, aber nicht in erster Linie. Das ganze läuft eher so mal mehr, mal weniger vor sich hin. Was ich nach dem One-Liner Dauerfeuer der letzten Jahre aber recht sympathisch finde.
Wir haben die mal für Sie entfernt
February 19th, 2009 § 0

Gene in unserer Naturkost, so weit kommts noch…
Hüttenwochende I
February 18th, 2009 § 0
Es ist Freitag Abend und wir fahren zu einer Hütte im Rißtal nahe der Österreichischen Grenze. Tobi hat die Hütte für das Wochenende gemietet. Er feiert seinen 30. Geburtstag und wie jeder unter 30 ist er der festen Meinung, diese Rubikonüberquerung von Jung nach Alt benötigt das Adjektiv gebührend. Wie jeder über 30 bin ich der festen Meinung, dass diese Grenzziehung völliger Quatsch ist.
Der Himmel ist nicht bewölkt sondern beschlagen. Schneeflocken ziehen um uns herum Leuchtspuren durch die Luft. Am Strassenrand steht eine Reihe Fichten, die nichts verdecken außer Kilometer weiteren Fichten und der Skyline aus Bergen. Dazwischen ein Schild, das weiss auf grün den Lokalsender „Radio Alpenwelle“ (UKW 95,0) bewirbt. Vor uns erbricht ein Schneeräumer weisse Klümpchen an den Strassenrand und hinterlässt uns eine Eisrinne.
Die Ortsschilder, die mitunter nur einen Bauernhof etikettieren, tragen Namen wie Fleck, Winkel, Holz oder Wegscheid, da noch kein auswärtiger Beamter lange genug hier war, um aus ihnen etymologische Rätsel zu formen. Soeben fahren wir durch Fall, denn direkt dahinter verläuft eine langgezogene Brücke über den fünfzig Meter tiefer liegenden Rißbach. (Ich weiß nicht ob die Assoziation stimmt. Ich vermute es angesichts unserer Reifen, die mit ihrem Spiegelbild auf der Strasse alle paar Meter durchdrehen.)
Laut einem weiteren Schild, diesmal schwarz auf weiß, befinden wir uns jetzt auf einer Mautstrasse, aber niemand verspürt Lust anzuhalten und das näher zu ergründen. Wenig später taucht eh schon unsere Hütte auf. Eine Feuerfontäne, die kurz zwei Meter in den Himmel schießt, zeigt uns dass wir richtig und die Grillkohlen bald bereit sind. » Read the rest of this entry «
Horror!
February 16th, 2009 § 0
Meine Eltern ließen mich früher nie Aktenzeichen XY schauen. Also, sie ließen mich auch eine Menge anderes nicht schauen, aber der schlagartig verschreckte Ton in der Stimme meiner Mutter, mit dem sie mich auf mein Zimmer schickte sobald Eduard Zimmermann den Bildschirm betrat bleibt mir in besonderer Erinnerung. Dort ging es ja um reale Verbrechen, die sich nicht in einer fiktiven Welt abspielten, sondern mitunter in der Sparkasse nebenan, in der ich am Weltspartag stolz meine münzvolle Knax-Spardose präsentierte. (Was sich schlagartig änderte, als die mal den Fehler machten und mir eine Dose mit passendem Schlüssel schenkten.)
Ähnlich besorgte Eltern sitzen wohl auch in der Filmredaktion der New York Times:

Finanzkrise – nichts für Kinder.
